Senat riskiert Katastrophe in der Flüchtlingshilfe

„Wir brauchen dringend, dringend Hilfe!“ Mit einem verzweifelten Aufruf wandten sich jetzt FlüchtlingshelferInnen an die Öffentlichkeit mit der Bitte um Unterstützung (vgl. www.youtube.com/watch?v=qTaGcTn5yHQ).  Die gewaltige Aufgabe der Unterstützung von hunderten Flüchtlingen, die tagtäglich am Hauptbahnhof ankommen – der Versorgung mit dem Allernotwendigsten, der Organisierung von Schlafplätzen, einer ersten medizinischen Grundversorgung -, lastet vollständig auf ehrenamtlichen HelferInnen und Wohlfahrtsverbänden. „Die Stadt versagt die Hilfeleistung und duckt sich auf Kosten von HelferInnen und Flüchtlingen weg“, kritisiert die flüchtlingspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft, Christiane Schneider. „Was, wenn die ehrenamtliche Arbeit infolge der Überlastung wegbricht? Welche Katastrophe droht, wenn die durch die lange, beschwerliche Reise geschwächten Flüchtlinge ohne Nahrung, warme Kleidung und Schlafplatz bei herbstlichen oder gar winterlichen Temperaturen im Freien übernachten müssen?“

Die Abgeordnete fordert den Senat auf, „nicht länger zuzuschauen, wie sich eine humanitäre Katastrophe größeren Ausmaßes anbahnt, und die Verantwortung für die Versorgung der ankommenden Flüchtlinge endlich zu übernehmen. Er muss personelle und materielle Unterstützung mobilisieren, und er muss vor allem auch nahe Räumlichkeiten für die Tagesversorgung und Übernachtungen zur Verfügung stellen. Die Räumlichkeiten sind da – schon vor Wochen hat das Immobilienunternehmen alstria office REIT-AG freie Flächen im Bieberhaus angeboten. Der Senat muss jetzt endlich aktiv werden und nicht länger wegschauen!“