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Sexistische Werbung? Weg damit!

Sexismus ist Alltag in der allgegenwärtigen Werbung: Gerade Frauen werden oft als sexuell verfügbare Objekte oder ohne inhaltlichen Zusammenhang als bloße Dekoration für ein beliebiges Produkt dargestellt. Dabei wird selbst vor Darstellungen sexualisierter Gewalt nicht zurückgeschreckt. Den „zornigen Kaktus“ für die frauenfeindlichste Werbung Deutschlands gewann im September 2017 ein Hamburger Unternehmen. Mit einem Antrag an die Hamburgische Bürgerschaft für die Sitzung am 17. Januar will die Fraktion DIE LINKE nun gegen sexistische Werbung in Hamburg vorgehen.

„Sexismus ist eine Abwertung, eine Diskriminierung, die endlich abgeschafft werden muss“, erklärt dazu Cansu Özdemir, frauenpolitische Sprecherin der Fraktion. „Der weitaus größte Teil unserer Gesellschaft bemüht sich um Gleichstellung, aber gleichzeitig wird ständig sexistische, geschlechterdiskriminierende und frauenfeindliche Außenwerbung im Stadtbild, in Bahnen und Bussen, online, auf Prospekten und in Schaufenstern präsentiert. Es ist Zeit, das zu ändern und diese Form sexistischer Diskriminierung zu beenden!“ DIE LINKE beantragt daher unter anderem, dass diskriminierende sexistische Außenwerbung, die Verbreitung genderspezifischer Rollenstereotype und die Darstellung sexualisierter Gewalt auf stadteigenen Werbemedien unterbunden und eine Anlauf- und Beschwerdestelle eingerichtet wird.

„Die #metoo-Debatte unterstreicht: Sexismus und sexualisierte Gewalt müssen endlich als Missstand ernst genommen werden“, so Özdemir. „Bremen und Berlin sind mit gutem Beispiel vorangegangen und haben derartiger Werbung bereits den Kampf angesagt. Das kann und sollte Hamburg auch tun.“