Stadtentwicklung: Ja zum Wachstum – aber „mit Verstand, Herz und Lunge“

In der heutigen Bürgerschaftssitzung geht es um vielfältige Aspekte der Stadtentwicklung Hamburgs Dazu äußert sich Heike Sudmann, stadtentwicklungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Die Stadt muss wachsen, doch anders als viele es sich vorstellen. Wer in alten Mustern denkt und einfach nur mehr Wohnungen bauen und mehr Autoverkehr abwickeln will, hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt.“

Die begrenzten Flächen in der Stadt und die zu erwartenden Klimaveränderungen erfordern neue Herangehensweisen und Planungen, meint Sudmann. Deshalb müssten neue Stadtteile von Anfang an so geplant werden, dass sie durch mehr gemeinschaftliche Anteile in den Wohnhäusern und hohe Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum eine Verringerung der individuellen Wohnfläche ermöglichten.

Alternativen zum eigenen Auto schüfen Platz in der ganzen Stadt, da viele der ca. 10 Quadratmeter großen oberirdischen Stellplätze wegfallen könnten. So könnten wichtige Grünflächen erhalten und erweitert werden, was für die Luftqualität wichtig sei. Weniger Verkehr würde auch das Wohnen an Hauptverkehrsstraßen attraktiv machen.

“Wohnen in der Stadt muss leistbar sein, deshalb geht kein Weg an wesentlich mehr günstigen Wohnraum vorbei. Ein Drittel günstiger Neubauwohnungen reicht nie und nimmer“, meint Sudmann. „Im wahrsten Sinne der Worte braucht Hamburg deshalb ein Wachsen mit Verstand, Herz und Lunge, damit auch in 20 Jahren ein gutes und gesundes Leben in Hamburg möglich ist.”