Bilanz 2016: Lage der HSH Nordbank verschlechtert sich immer mehr

  • 30. März 2017

In der Mitteilung der HSH Nordbank zu ihrem heute veröffentlichten Bericht zum 4.Quartal und damit zum Gesamtjahr 2016 ist – wie gewohnt – nur Positives zu lesen. „Die Bank präsentiert mal wieder positive Zahlen, obwohl die Vermögenssituation der Länder schlechter wird“, erklärt dazu Norbert Hackbusch, finanz- und haushaltspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Schaut man sich die Ergebnisse der Bank genauer an, so verschlechtert sich die wirtschaftliche Situation der Bank immer mehr. Bei einer 13-prozentigen Reduzierung der Bilanzsumme verschlechtert sich der Zinsüberschuss um 41 Prozent, der Provisionsüberschuss um 24 Prozent und das Ergebnis vor Steuern um 71 Prozent. Besonders dramatisch ist die klare Ankündigung des Vorstandsvorsitzenden Ermisch, noch in diesem Jahr die Garantie vollständig zu ziehen.“

„Die EU-Kommission hätte dem Garantieverfahren nicht zustimmen dürfen und auf den notwendigen Abschreibungen und der Abwicklung der Bank bestehen müssen“, ergänzt Fabio De Masi, Finanzexperte und Hamburger Europa-Abgeordneter. „So geht die unendliche Geschichte weiter, die letztlich teurer für die Steuerzahler wird und das Vertrauen in die Bankenaufsicht und die EU-Kommission untergräbt.“

„Es ist ein Unding, dass die Bank nunmehr augenscheinlich ohne externe Kontrolle agieren und transferieren kann“, so Norbert Hackbusch. „Dies alles hätte vermieden werden können, wenn die Bank wie von uns gefordert zum vergangenen Jahreswechsel in ein geordnetes Verfahren nach dem Sanierungs- und Abwicklungsgesetz überführt worden wäre.“