„Die Lage der Kinderrechte in Hamburg ist ernüchternd“

  • 5. Dezember 2019

Die aktuelle Studie des Deutsche Kinderhilfswerks zeichnet ein ernüchterndes Bild zur Lage der Kinderrechte in Hamburg. Gemeinsam mit Hessen, Saarland und Sachsen-Anhalt landet die Hansestadt mit dem Prädikat „unterdurchschnittlich“ am Ende der Skala. So kommen im Bereich „Recht auf Ruhe und Freizeit, Spiel und Erholung“ zwar auf 1.000 Kinder rund 2,8 Einrichtungen der Offenen Arbeit. „Aber sie sind schlecht ausgestattet, weil Hamburg für Jugendarbeit nur 0,3 Prozent seines Etats ausgibt“, kritisiert die jugendpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft, Sabine Boeddinghaus„Das ist ein jämmerlicher Wert für eine so reiche Stadt.“

Im Bereich „Kindergesundheit“ kommt Hamburg laut der Studie mit 11,5 Kinderärzt_innen auf 100.000 Einwohner_innen zwar auf den zweithöchsten Wert – aber die Ärzt_innen sind sehr ungleich über die Stadt verteilt, wie eine Untersuchung der Fraktion vom November zeigt.

Das Gesamtergebnis der Studie für Hamburg ist ernüchternd, so Boeddinghaus: „Hamburg kommt in drei der fünf untersuchten Bereiche nur auf unterdurchschnittliche Noten: beim Recht auf Bildung, beim Recht auf angemessenen Lebensstandard und beim Recht auf Ruhe, Freizeit, Spiel und Erholung. Lediglich beim Recht auf Beteiligung und beim Recht auf Gesundheit schneidet Hamburg besser ab.“