Versicherungsdeal der HSH Nordbank: Ein Mini-Betrag im Verhältnis zu den Schäden

Die HSH Nordbank hat sich laut Recherchen der Wirtschaftswoche mit der Managerhaftpflichtversicherung ihres ehemaligen Vorstandes Dirk Nonnenmacher darauf geeinigt, gegen eine Zahlung von 50 Millionen Euro auf alle zivilrechtlichen Ansprüche gegen ehemalige Führungskräfte zu verzichten. Norbert Hackbusch, finanzpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft kritisiert die Übereinkunft: “Die Aktionen zwischen Nonnenmacher und der HSH Nordbank sind eine Posse. Der Manager versucht sich vor der Wiederaufnahme des Prozesses mit der HSH Nordbank und den Eigentümern zu einigen. Die 50 Millionen Euro sind ein Mini-Betrag im Verhältnis zu den Schäden für Hamburg und Schleswig-Holstein. Damit wird eine rechtliche Aufbereitung selbst eines kleinen Aspektes des größten Finanzskandals der Stadt Hamburg hintertrieben.“

Auch die Art und Weise, wie die Einigung finanziert wird, prangert Hackbusch an: „Die wenigen Millionen werden nicht von Nonnenmacher selbst bezahlt, sondern aus der Managerhaftpflichtversicherung. Diese wurde in der Regel von der Bank und damit von den Steuerzahlenden für die Manager abgeschlossen und bezahlt. Eine erstaunliche Absicherung dieser Höchstverdiener, die doch so viel Geld verdienen, weil ihre Position so wichtig und unsicher ist.“