Standardisiertes medizinisches Abfrageprotokoll

  • 17. April 2014

BÜRGERSCHAFT DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG
Drucksache  20/11494
20. Wahlperiode  17.04.14 

Schriftliche Kleine Anfrage 
der Abgeordneten Kersten Artus und Christiane Schneider (DIE LINKE)
vom 11.04.14 

Betr.: Standardisiertes medizinisches Abfrageprotokoll  

Auf die Schriftliche Kleine Anfrage, Drs. 19/2542, gibt der Senat Auskunft über die Einführung und Anwendung von SMAP, dem Standardisierten medizinischen Abfrageprotokoll. Es wird in der Leitstelle des Rettungsdienstes eingesetzt und optimiert die Daten bei eingehenden Notrufen zum Zustand von Patientinnen und Patienten.

Mit der Eingabe 120/14 begehrt eine Petentin Auskunft, warum trotz eines Anrufes bei der Leitstelle kein Rettungswagen zu ihr entsandt wurde. Ihre 18 Monate alte Tochter hatte einen häuslichen Unfall. Der Senat befand die Beschwerde für berechtigt, bedauerte den Fehler, erläuterte die Umstände und sagte eine Aufarbeitung und Nachschulung zu. Allerdings wirft der Vorfall weitere Fragen auf, da die Darstellung des Senats sehr allgemein gehalten war. Es ist nicht gesichert, dass sich derartige Fehler nicht wiederholen. Die Auswirkungen könnten lebensgefährlich sein. 

Mehrheitlich kam der Eingabenausschuss in seiner Sitzung am 7. April 2014 zu der Entscheidung, die Eingabe habe sich damit erledigt. Ergänzende Fragen an den Senat, wie von der Fraktion DIE LINKE vorgeschlagen, waren daher nicht mehr möglich. 

Dabei stellt Dr. Stefan Kappus, Ärztlicher Leiter Rettungsdienst Hamburg, in einem Aufsatz dar, dass SMAP den Ablauf der Notabfrage festlege und der Disponent sich daran zu halten habe. Und auf eine Schriftliche Kleine Anfrage aus den Reihen der CDU-Fraktion, die in Drs. 20/8651 gestellt wurden, antwortet der Senat, dass wesentliche Gründe für Überlastungsanzeigen unter anderem „erhöhter Arbeitsaufwand durch die Anwendung von SMAP“, „hohe psychische Belastung bei der Anwendung von SMAP“ sowie „geforderter Qualitätsstandard bei gleichzeitig hohem Notrufaufkommen“ seien. 

Wir fragen den Senat:

Die Fragen der Abgeordneten und die Antworten des Senats finden Sie hier