Diskussion mit Lederer/Deuflhard: Was kann linke Kulturpolitik in Berlin?

Podiumsdiskussionen über kulturpolitische Visionen hinterlassen bei allen Beteiligten immer einen Beigeschmack. In der Kultur muss um jeden Cent gekämpft und gefeilscht werden. Kulturinstitutionen überspannen ihr Programm und optimieren derweil permanent ihre Wirtschaftspläne. Behörden bauen ihre Controlling-Abteilungen aus und Künstler_innen qualifizieren sich nebenbei noch als Betriebswirt_innen. Andererseits gibt es den Anspruch an die Kulturpolitik, die Autonomie der Kunst zu verteidigen und gute Rahmenbedingungen für künstlerische Arbeit zu schaffen. Und allgemein wird festgestellt, dass Kulturpolitik zwar eher ein Nischenthema sei (siehe: aktuelle Parteiprogramme), aber immerhin eine gesellschaftliche Querschnittsaufgabe: Von der Imagepflege am Standort bis zur Integration im Stadtteil.

So oder so: Kulturpolitik soll einiges können – je nachdem, durch welche Brille man guckt. Wie gucken Kulturakteure und Kulturpolitiker_innen aufeinander? Wer fühlt sich wofür zuständig oder eben nicht? Funktioniert der vielbeschworene Dialog? Was erwarten die einen von den anderen? Und was kann man von linker Kulturpolitik erwarten?