Trotz geplanter SAGA-Systemhäuser: Das Grundproblem bleibt

Die SAGA GWG will mit einem noch zu entwickelnden Systemhaus Bau- und damit Mietkosten senken. „Es ist gut, dass der Senat mehr günstige Wohnungen bauen will. Qualitätsvolle und abwechslungsreiche Typenhäuser mit einer Miete von acht Euro nettokalt pro Quadratmeter können ein Weg sein“, erklärt dazu Heike Sudmann, wohnungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Es darf dabei aber keine Hintertür geben, durch die beim Bau solcher Häuser städtische Grundstücke für ‘nen Appel und ‘n Ei an private Investor_innen gehen.“

Die von SPD und Grünen ein Jahr vor der Bundestagswahl vorgestellte Planung könne jedoch nicht über das Grundproblem hinwegtäuschen, so Sudmann: „Hamburg hat nur noch knapp 80.000 Sozialwohnungen und jedes Jahr werden es weniger. Doch mehr als 300.000 Haushalte fallen unter die Einkommensgrenze, die zum Bezug einer Sozialwohnung mit 6,30 Euro Miete pro Quadratmeter berechtigt. Es müssen also wesentlich mehr Sozialwohnungen gebaut werden.“ Der Senat will jedoch jährlich nur 3.000 neue Sozialwohnungen bauen lassen – und 7.000 freifinanzierte und Eigentumswohnungen. „Solche Wohnungen können sich die meisten Hamburger_innen nicht leisten. Dieses Verhältnis im Wohnungsbau ist der falsche Weg, da helfen auch keine neuen Typenhäuser.“