TIMSS 2015: Individuell Mathe lernen statt stur pauken!

Laut der Bildungsstudie TIMMS 2015 liegen deutsche Grundschüler_innen im Mathematikunterricht unter dem EU-Durchschnitt. Dazu erklärt Sabine Boeddinghaus, Fraktionsvorsitzende und schulpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft:

“Weil es im Mathematikunterricht um das ‘Begreifen’, nicht um stures Büffeln und Auswendiglernen geht, brauchen wir innovative, didaktische Unterrichtskonzepte. Viel zu oft sind die Schülerinnen und Schüler aber einem abstrakten Frontalunterricht ausgesetzt, der jeweilige Entwicklungsstand wird nicht berücksichtigt.“ Die Kritik am Einsatz von Lehrkräften, die sich ohne Mathematikstudium und durch Weiterbildungen qualifiziert hätten, werde den Problemen im Klassenzimmer nicht gerecht. “Die Quereinsteiger setzen oft nachhaltigere Impulse als studierte Lehrkräfte. Entscheidend aber ist ein Unterrichtsplan, der alle Schüler anspricht.” Auch ‘homogenere Lerngruppen’ in den Klassen seien keine Lösung – zumal die mathematischen Leistungen auch an Gymnasien schlecht ausfielen.

Boeddinghaus weiter: “Wichtig ist nun, an allen Schulen die nötigen Rahmenbedingungen zu schaffen, um die Qualität in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern zu steigern. Dazu muss die Mathe-Offensive von Senator Rabe auf eine Verbesserung der Lehrerfortbildung im Sinne des mathematischen ‘Sinus-Projektes’, integriert im Schulversuch AllesKönner, gerichtet sein.“