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Übergriffe in Bars: Senat zieht sich aus der Verantwortung

Nach diversen Medienberichten über sexualisierte Übergriffe auf Frauen in Bars und Clubs hat die Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft den Senat zu Präventionskonzepten befragt. In seiner Antwort auf die Anfrage (Drs. 21/7652) verweist dieser jedoch pauschal auf die Verantwortung der Betreiber_innen solcher Betriebe.

Deshalb wendet sich DIE LINKE nun mit einer Briefaktion an Gastronom_innen und fragt unter anderem nach Maßnahmen, mit denen sie ihre Gäste vor Übergriffen zu schützen, und Unterstützungswünschen an die Politik. „Wir brauchen eine stärkere Sensibilisierung insbesondere für sexualisierte Übergriffe im öffentlichen Raum, auf Großveranstaltungen und Clubs“, erklärt dazu Cansu Özdemir, frauenpolitische Sprecherin der Fraktion. „Die Problematik ist dem Senat nicht erst seit gestern bekannt. Trotzdem verweist er – wie schon im Januar letzten Jahres – lediglich darauf, dass er plant, mögliche Maßnahmen bei der Fortschreibung des Konzepts zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen, Menschenhandel und Gewalt in der Pflege zu berücksichtigen. Ich frage mich, worauf der Senat so lange wartet.“

Da sich die Fallzahlen sexualisierter Übergriffe im letzten Jahr deutlich erhöht haben, sei es dringend notwendig, dass auch die Stadt aktiver wird und den Umgang mit diesem Problem nicht einfach den Betreiber_innen von Bars, Clubs und Event überlässt.