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Unsummen für Security im Winternotprogramm: Beträge sinnvoller ausgeben!

700.000 Euro gibt die Stadt für den Einsatz von Wachpersonal im Winternotprogramm aus – und zwar Monat für Monat. Das ergibt eine Anfrage der Fraktion DIE LINKE (Drs. 22/4634) in der Hamburgischen Bürgerschaft.

Dazu Stephanie Rose, sozialpolitische Sprecherin der Linksfraktion: „Es ist nicht nachzuvollziehen, dass Unsummen für den Einsatz eines Sicherheitsdienstes ausgegeben werden, während die Mittel für andere Projekte fehlen. Vergangene Woche wurde Hamburgs Haushalt beschlossen – da soll noch mal jemand behaupten, dass kein Geld da ist! Für diese unglaubliche Summe hätte man wohl jeden Monat mehr als 600 Menschen in einem Hotelzimmer unterbringen können. Oder besser noch: für zwei Jahre die Umsetzung von ‚Housing First‘ finanzieren! All das wäre deutlich nachhaltiger. Gäbe es nicht die Unterbringung in Massenunterkünften, wäre da auch gar kein Grund für einen solchen Einsatz von Sicherheitspersonal. Denn nur, wenn viele Menschen zusammenkommen und es keine Möglichkeit des Rückzugs gibt, sind Konflikte vorprogrammiert. In dezentralen, kleineren Einrichtungen mit Einzelzimmern könnte man wohl auf die Security verzichten und diese Beträge weitaus sinnvoller ausgeben.“