Nein zum Angriffskrieg auf Rojava!

Seit dem 9. Oktober greift die Türkei die autonome Region Nordostsyrien bzw. Rojava an. Dieser Angriffskrieg ist ein Verstoß gegen das Völkerrecht. Die mehrheitlich von Kurd_innen, aber auch Araber_innen, Suryoye, Jesid_innen, Armenier_innen und Turkmen_innen bewohnte Region zählte in den letzten Jahren zu den friedlichsten Gebieten in dem vom Bürgerkrieg terrorisierten Land. Die Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) hatten große Teile Syriens vom so genannten Islamischen Staat zurückerobert und dort eine säkulare, multiethnische und basisdemokratische Gesellschaft aufgebaut. Die Befreiung der Frauen ist eine der zentralen Errungenschaften dieses Projektes.

Die USA unter Trump, die die SDF bislang unterstützt hatten, haben der Türkei nun grünes Licht für ihren Angriffskrieg gegeben. Die Folgen: Hunderte Menschen sind bereits getötet worden, hunderttausende auf der Flucht. Unter dem Deckmantel der Einrichtung einer „Sicherheitszone“ und der Ansiedlung von Geflüchteten plant Erdogan eine ethnische Säuberung immensen Ausmaßes. Dabei bedient er sich islamistischer Milizen, die Kriegsverbrechen wie Plünderungen, Folter und Exekutionen verüben. Die türkische Armee bombardiert zudem systematisch Einrichtungen wie Krankenhäuser und Stadtteile, in denen ausschließlich Zivilist_innen leben.

Wir wollen über die Situation in Rojava sprechen und mit der Veranstaltung ein Zeichen der Solidarität mit den Menschen in Rojava setzen.

VERANSTALTUNG MIT
Ehmed Şexo (Koordinationskreis der Nordsyrischen Federation),
Cansu Özdemir (Fraktionsvorsitzende),
eine_r Sprecher_in des „Bündnis für Rojava“ und
Martin Dolzer (Moderation).