Entwurf für Bornplatzsynagoge: Jüdisches Leben wird erlebbar

Nach gut 80 Jahren bekommt Hamburg seine Synagoge am Bornplatz zurück. Heute stellte der Senat den Siegerentwurf des Wettbewerbs für den Wiederaufbau vor.

Dazu Sabine Ritter, religionspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft: “Als Fraktion begleiten wir den Prozess des Wiederaufbaus der Bornplatzsynagoge seit Anbeginn mit großem Interesse und mit Engagement. Die Neugestaltung des Josef-Carlebach-Platzes ist ein starkes Signal, dass jüdisches Leben im Grindelviertel und in ganz Hamburg fester Bestandteil unserer Stadt ist. Besonders freuen wir uns aber auch über den offenen Ansatz dieses Entwurfs, der auf Mauern und Zäune verzichtet und die Stadt einlädt, am jüdischen Leben teilzuhaben. Und die im Entwurf vorgesehene architektonische Würdigung des Bodenmosaiks stellt einen schönen Brückenschlag zwischen alter und neuer Synagoge dar – das Werk Margrit Kahls war über Jahrzehnte künstlerischer Platzhalter für den Sakralbau. Gerade in Zeiten wie diesen, gerade im Angesicht des immer stärkeren Antisemitismus, der für viel zu viele Jüdinnen und Juden in unserer Stadt Tag für Tag spürbar ist, ist dieser Neubau ein Zeichen: Jüdisches Leben, jüdische Kultur müssen in unserer Stadt sichtbar und erlebbar sein! Nun liegt der Ball beim Senat, der einen Zeitplan für die notwendigen nächsten Schritte präsentieren muss.”