Fernsehturm: Wiedereröffung geht nur bei freiem Eintritt und ohne Konsumzwang
Wie der Senat heute bekannt gab, soll der Fernsehturm bis 2031 saniert und wiedereröffnet werden. Die Stadt soll sich mit 21,13 Mio. Euro an den Kosten dafür beteiligen. Der Bund habe bereits 2017 Mittel in Höhe von 18,56 Mio. Euro zugesagt. Der Betrieb der Aussichtsplattform, Gastronomie und einer Eventfläche soll durch ein privates Konsortium erfolgen. Die Deutsche Funkturm GmbH, die an der Sanierung beteiligt ist, soll etwaige Mehrkosten übernehmen und sich zur Aufrechterhaltung des Betriebs der öffentlich zugänglichen Bereiche für mindestens 20 Jahre verpflichtet haben.
Dazu Marco Hosemann, Sprecher für Denkmalschutz der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Wir begrüßen es, dass der denkmalgeschützte Fernsehturm endlich wiedereröffnet werden soll. Wenn das aber mit so viel öffentlichen Geld passiert, muss er auch für alle zugänglich sein – ohne Eintritt für die Aussichtsplattform und mit Flächen zum Aufenthalt ohne Konsumzwang! Neben den Betrieb der öffentlich zugänglichen Flächen durch ein privates Konsortium mit exklusiver Gastronomie und Eventfläche sehen wir es kritisch, dass der Betrieb nur für 20 Jahre gesichert ist. Wir werden uns die Sache genau ansehen und ihr nur zustimmen, wenn wirklich alle Hamburger*innen davon profitieren und er nicht in 20 Jahren wieder geschlossen wird oder zu einer noch exklusiveren Angelegenheit wird.“
