Kein Mega-Denkmal für Kühne auf unsere Kosten: Breites Bündnis gegen Hamburgs Opern-Pläne

In einem heute veröffentlichten Positionspapier hat ein breites Bündnis noch einmal sämtliche Kritikpunkte zu den Opernplänen in Hamburg zusammengestellt und lädt dazu ein, sich einer Online-Petition anzuschließen. Zu den Erstunterzeichner*innen gehören Hamburgs Linke, die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / Bund der Antifaschist:innen, der Arbeitskreis Hamburg Postkolonial, das Netzwerk HafenCity, der AStA der HafenCity Universität, das Netzwerk Recht auf Stadt und viele weitere Organisationen und Personen. Die Kritik an den Baakenhöft-Plänen reicht vom durchweg undemokratischen Verfahren des Senats über die NS-Vergangenheit des Kühne-Konzerns, die Überschreibung eines für die Erinnerung an die Kolonialverbrechen wichtigen Ortes bis hin zum Umgang mit öffentlichen Geldern.

Dazu Marco Hosemann, stadtentwicklungspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Der Senat beschädigt mit seinem intransparenten Verhalten in Sachen Kühne-Oper das Vertrauen in die Politik nachhaltig. Diese neue Oper ist sinnlos und teuer: Hamburg kostet sie schon jetzt über 250 Millionen Euro, weitere Kostensteigerungen werden unweigerlich folgen – die ganze Salami-Taktik des Senats lässt das befürchten. Wir haben aber eine herrliche Oper in der Innenstadt – die muss jetzt an heutige Anforderungen des Opernbetriebs angepasst und saniert werden. Und das geht auch zu vernünftigen Preisen. Es ist unverantwortlich, stattdessen Klaus-Michael Kühne ein riesiges Denkmal an die Elbe zu bauen und dabei dann einen Multimilliardär zum großen Wohltäter zu erklären, der seine Steuern in der Schweiz bezahlt und auf ein Vermögen setzt, das sein Familienkonzern in der NS-Zeit zusammengeklaubt hat. Es gibt viel Sinnvolleres, das wir mit dem Geld machen könne, es gibt viel Wichtigeres, das wir auf dem Baakenhöft bauen können. Darüber wollen wir Linken gemeinsam mit den Hamburger*innen sprechen. Gegen diese Opernpläne werden wir laut – und unterstützen diese Petition!“