Keine Abwicklung der Ausbildungs-Kitas: Linksfraktion bringt die Proteste in die Bürgerschaft

Mit Schreiben des Hamburgischen Instituts für Berufliche Bildung wurden Eltern und Beschäftigte im Winter über die Schließung der Praxisausbildungsstätten (PAS) in Barmbek-Süd, Harburg, Niendorf und St. Pauli informiert. 2027 sollen nun schrittweise alle vier Hamburger Ausbildungs-Kitas geschlossen werden. Dabei ist die Begründung mit durch die Kultusministerkonferenz geänderten Rahmenbedingungen fadenscheinig – der Senat macht hier etablierte Einrichtungen dicht, die in ihrer Form seit Jahrzehnten bestehen – ohne Schulleitungen, Auszubildende, Beschäftigte oder Eltern und Kinder überhaupt einzubeziehen. Die Linksfraktion beantragt in der Bürgerschaftssitzung am 6. Mai, die Schließung der Praxisausbildungsstätten zu stoppen.

Dazu Sabine Ritter, ausbildungspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Hamburg sollte sehr stolz sein auf seine Ausbildungs-Kitas. Stattdessen will Rot-Grün sie mit klapperdürren Argumenten still und leise beerdigen. Der Fachkräftemangel bei pädagogischen Berufen ist bereits jetzt enorm. Die PAS sorgen durch die enge Verzahnung von Lernen und Tun, von Theorie und Praxis für eine hervorragende Ausbildungsqualität. Hier im Handstreich Haushaltsmittel einsparen zu wollen und dann auch noch zu versuchen, das still und heimlich durchzuziehen, erscheint mir unüberlegt. Die Proteste sind völlig berechtigt – wir unterstützen die Ausbildungs-Kitas, die Kinder und deren Eltern ausdrücklich. Die Schließungspläne müssen vom Tisch, die Betroffenen müssen einbezogen werden: Azubis, Beschäftigte, Eltern und Kinder. Der Senat muss sich die Belange der Betroffenen anhören und die vielen Einwände, die gegen die Schließung sprechen, endlich ernst nehmen.“