Opern-Pläne: Kosten für Kühnes Denkmal sind schon jetzt gestiegen
Auf der heutigen Landespressekonferenz hat der Senat über den Vertrag mit der Kühne Stiftung über die Kühne-Oper informiert. Hieß es bisher gebetsmühlenartig, dass die Stadt sich nur mit 147,5 Millionen Euro an dem Neubau beteiligen wird, gab der Senat heute bekannt, dass zusätzlich noch rund 104 Millionen Euro für die Herrichtung und Erschließung des Grundstücks und die Freiraumgestaltung sowie rund 500.000 Euro Projektkosten für Personal und Rechtsberatung der Kulturbehörde dazukommen. Und um den Spielbetrieb bis zum Umzug zu gewährleisten, sollen noch rund 95 Millionen Euro in die Staatsoper an der Dammtorstraße investiert werden.
Argumente gegen eine Generalsanierung des bisherigen Standorts konnte der Senat dabei nicht liefern. Er konnte nur, wie bereits bei der LPK im Februar, Ängste bezüglich möglicher Kostensteigerungen bei so einer Sanierung des bestehenden Gebäudes schüren, in dem er Vergleiche mit anderen Opernsanierungen anstellte, die aber überhaupt nicht vergleichbar sind. In Hamburg wurde 2001 bis 2005 auf der Rückseite der Staatsoper erst ein neues Betriebsgebäude gebaut und seit 2020 liefen umfangreiche Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen, wie eine Anfrage der Linksfraktion zeigt.
Dazu Marco Hosemann, stadtentwicklungspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Wir haben bereits eine herausragende Oper und brauchen keinen Neubau auf dem Baakenhöft. Und schließlich: Kostensteigerungen für die Stadt kann es auch in der HafenCity geben. Statt dem Milliardär Klaus Michael Kühne über 250 Millionen Euro öffentliches Geld für sein Denkmal an der Elbe hinterherzuwerfen, kann von diesem Betrag die denkmalgeschützte Staatsoper an der Dammtorstraße saniert werden. Und auf dem Baakenhöft könnte etwas entstehen, für das Hamburg wirklich einen Bedarf hat – und bei dem die Hamburger*innen dann auch vorher ein Wörtchen mitreden können.“
