Stadtteilkulturpreis: Senat stiehlt sich bei Dekolonisierung aus der Verantwortung
Heute wurde das Projekt „Wie wollen wir erinnern?“ vom Salon International zum sogenannten Tansania-Park in Jenfeld mit dem Stadtteilkulturpreis ausgezeichnet. Kultursenator Carsten Brosda lobte, „wie Stadtteilkultur in Jenfeld neue Wege der Auseinandersetzung mit ihrer Stadtteilgeschichte eröffnet.“
Dazu Marco Hosemann, erinnerungspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Ich danke dem Salon International für diese wichtige Arbeit und gratuliere zum Stadtteilkulturpreis! Der Salon International macht seit Jahren genau die Arbeit, die der Senat verschleppt. Denn obwohl Senat und Bürgerschaft 2014 beschlossen haben, Hamburg zu dekolonisieren, ist in Jenfeld bis heute seitens der Stadt wenig bis gar nichts passiert – die Arbeit bleibt wieder mal an der Zivilgesellschaft hängen. Beifall klatschen reicht also nicht! Der Salon International muss nachhaltig von der Stadt unterstützt werden und der Senat muss sich endlich der Dekolonisierung der Lettow-Vorbeck-Kaserne und des sogenannten Tansania-Parks annehmen!“
