Tarifeinigung bei der Hochbahn: Beschäftigte verdienen mehr Unterstützung
Die Gewerkschaft ver.di und die Hamburger Hochbahn AG haben sich nach harten Verhandlungen auf einen Tarifabschluss geeinigt.
Dazu Kay Jäger, gewerkschaftspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Angesichts der aktuell wieder steigenden Preise liegt dieser Abschluss an der unteren Grenze dessen, was für die Kolleg*innen tragbar ist. Damit nimmt der Senat in Kauf, dass die Arbeit bei seinem wichtigsten Verkehrsbetrieb unattraktiver wird. Die Verkehrswende kann aber nur gelingen, wenn die Beschäftigten mit im Boot sind.“
Eine Große Anfrage (Drs. 23-3174) der Linksfraktion zu den Arbeitsbedingungen bei der Hochbahn und den Verkehrsbetrieben Hamburg-Holstein (vhh) hatte erst kürzlich gezeigt, dass im vergangenen Jahr insbesondere in den technischen Bereichen nicht alle offenen Stellen besetzt werden konnten.
Dennoch sieht Kay Jäger in dem Abschluss auch Positives: „Die Einigung ist ein Erfolg der gut organisierten, konfliktbereiten Kolleg*innen in den Verkehrsbetrieben – gegenüber einem Senat, der noch immer nicht bereit ist, echte Zugeständnisse und Verbesserungen zu ermöglichen.“
Hinsichtlich der immer noch offenen Verhandlungen bei den vhh fordert Kay Jäger deshalb: „Der Senat muss jetzt einen großen Schritt auf die Kolleg*innen zugehen und auf ihre Forderung nach einer Arbeitszeitverkürzung eingehen, um für Entlastung zu sorgen. Wir alle profitieren von besseren Arbeitsbedingungen im ÖPNV.“
