Mit der HafenCity will sich Hamburg von seiner schicken und zukunftsweisenden Seite präsentieren. Doch welche Geschichten wurden und werden hier von Investoren- und Prestigeinteressen verdrängt? An historischen Orten zwischen Elbe und Speicherstadt wie dem Baakenhafen und dem Hannoverschen Bahnhof wollen wir nach Spuren suchen und an die Verbrechen erinnern, die hier stattfanden und von hier ausgingen. Wir wollen erzählen, wie die Gewalt- und Ausbeutungsverhältnisse in der Kolonial- und NS-Zeit, danach und heute noch die Stadt präg(t)en, und wir werfen Fragen nach gesellschaftlicher Verantwortung und geschichtsbewusster Stadtplanung auf.
 
Der Rundgang lädt dazu ein, die HafenCity aus neuen Perspektiven kennenzulernen sowie über Kontinuitäten der Ausgrenzung und problematischen Umgang mit Geschichte im öffentlichen Raum zu diskutieren.
 
Mit Hannimari Jokinen (Arbeitskreis Hamburg Postkolonial), Israel Kaunatjike (Ovaherero-Aktivist), Jan Kawlath (Historiker), Kodjo Valentin Gläser (Freier Journalist/Schwarzer Aktivist), Cornelia Kerth (Landesverein der Sinti und Roma) und Marco Hosemann (Linksfraktion Hamburg). Mit freundlicher Unterstützung des Montreal Holocaust Museum.

Verdrängte Geschichten aus der Kolonial- und NS-Zeit in der HafenCity

Wann? Sonntag, 5. Juli 2026 um 14 Uhr, Dauer: 2-3 Stunden
Wo? Treffpunkt: Überseeallee, Ecke Grandeswerderstraße (U4 HafenCity Universität)
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