Abrissbirne an den Elbbrücken: Transparenz schaffen, Denkmäler sichern!

Nach der Kollision eines Schiffes mit der Freihafen-Elbbrücke stehen Hamburgs Pendler*innen vor immer neuen Herausforderungen. Doch sowohl diese Brücke wie auch die benachbarte Norderelbbrücke sind auch Denkmäler, stehen für Hamburgs Geschichte als Hafenstadt. Mit einer Anfrage hat die Linksfraktion versucht, zu klären, was mit den beiden Brücken passieren soll. Senat und HPA haben dies völlig unzureichend beantwortet, haben einige Fragen ganz offengelassen. Die Linksfraktion fordert, dass umgehend alle relevanten Informationen und Gutachten ins Transparenzportal gestellt werden und dass geprüft wird, wie das beschädigte Mittelteil der Freihafen-Elbbrücke zumindest gesichert werden kann.

Dazu Marco Hosemann, Sprecher für Denkmalschutz von der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Die Elbbrücken sind mehr als ein Haufen Stahl. Sie sind ein Wahrzeichen und stehen aus geschichtlichen und städtebaulichen Gründen unter Denkmalschutz. Ihr Erhalt ist im öffentlichen Interesse und muss ergebnisoffen geprüft werden – wir befürchten aber, dass die Hamburger*innen hier wieder einmal vor vollendete Abrisspläne gestellt werden. Besonders bei der Norderelbbrücke sehen wir diese Gefahr, weil die Deutsche Bahn die Sanierung des Bauwerks alleine bezahlen müsste, während die Kosten für einen Neubau zum Teil vom Bund übernommen werden. Bei beiden Brücken fordern wir frühzeitige Transparenz und Veröffentlichung aller Gutachten – und zwar, bevor die Genehmigung für Abrisse erteilt werden. Nur so können wir überprüfen, ob die Abrisspläne wirklich alternativlos sind und am Ende nicht nur die Kosten gezählt haben. Und so oder so muss der Senat prüfen, wie die historische Freihafen-Elbbrücke eingelagert werden kann.