AfD greift Thalia-Theater an, um Kulturförderung zu schwächen

Die AfD versucht mit ihrer jüngsten Pressemitteilung erneut, mit pauschalen Vorwürfen gegen das Thalia Theater Stimmung zu machen – und scheitert. Die Behauptung, öffentliche Kulturförderung sei „Steuergeld für linkslastige Einseitigkeit“, verdreht den Sinn öffentlich getragener Kunst. Theatersubventionen sind dazu da, dass Häuser wie das Thalia gesellschaftliche Konflikte sichtbar, streitbar und künstlerisch ausarbeiten.
Dazu Marie Kleinert, kulturpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Bei dem Projekt ‚Prozess gegen Deutschland‘ wurde keine staatliche Verurteilung, sondern eine künstlerische Auseinandersetzung mit der AfD und der Frage, wie man mit rechtem Extremismus umgeht, inszeniert. Kritisch ist weder die öffentliche Förderung noch die Finanzierung von internen Awareness-Strukturen für Mitarbeitende. Sondern insbesondere, dass rechten Akteur*innen durch dieses Format eine Bühne geboten wurde. Die AfD nutzt diese Ambivalenz nun, um die gesamte Kulturförderung anzugreifen. Damit geht es nicht mehr um Theater, sondern die Demokratie selbst wird zum Ziel.“