Brandbrief an die Wissenschaftsbehörde: Lasst die Uni nicht im Regen stehen!
Der Universität Hamburg drohen massive Verschlechterungen und zum Teil irreversible Schäden, wenn nicht finanziell schnell gegengesteuert wird. Davor warnen der Präsident der Uni Hamburg, Prof. Dr. Heekeren und der Kanzler Dr. Hecht in einem Brandbrief an die Wissenschaftsbehörde. Senatorin Maryam Blumenthal reagiert laut Medienberichten überrascht auf das Schreiben.
Dazu Dr. Sabine Ritter, wissenschaftspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Die merkwürdige Reaktion seitens der Wissenschaftsbehörde auf besagten Brandbrief lässt mich etwas ratlos zurück. Seit geraumer Zeit berichten verschiedene Vertreter*innen und Studierenden der Universität, wie sich die Studiums- und Lehrbedingungen massiv verschlechtert haben. Im Jahr 2025 mussten alle Fakultäten bei gleichbleibenden Herausforderungen ihr Budget um 4,5 Prozent verringern. An einigen Fakultäten werden freiwerdende Stellen aus Mittelknappheit nicht nachbesetzt. Offenbar hat sich die Wissenschaftsbehörde bisher taub gestellt – so dass sich jetzt der Präsident und der Kanzler der Universität dazu genötigt sahen einen Brandbrief zu schreiben. Sich darüber zu wundern ist einigermaßen absurd. Spätestens jetzt müsste auch der letzten Behördenvertreter*in und insbesondere der Senatorin klar sein, dass die Universität nicht im Regen stehen gelassen werden darf.
