Debatte um Ferientermine: Hamburgs Skiferien sind völlig überholt

In der Debatte um Schulferien wurde zuletzt das Hauptaugenmerk auf die Sommerferien und Bayerns Sonderrolle gelegt. Dabei geht Hamburg mit den sogenannten Skiferien im März auch seit vielen Jahrzehnten einen seltsamen Sonderweg, dessen Sinnhaftigkeit in den vergangenen Jahren immer wieder hinterfragt wurde. Konkret geschehen ist allerdings nichts. Die Linksfraktion beantragt in der Bürgerschaft, dass der Senat sich von Hamburgs Alleingang zu verabschieden.

Dazu Sabine Ritter, schulpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Diese sogenannten Skiferien sind ein Relikt aus den 60er-Jahren. Sie wurden damals so gelegt, damit wohlhabende Familien bei ihrer Ferienplanung Vorteile haben. Doch alle Statistiken sagen: Viele Familien können sich heute nicht einmal eine einwöchige Urlaubsreise leisten. Alle Kinder, die im März nicht ins Ötztal oder nach Davos reisen können, verbringen die Ferien im Hamburger Schmuddelwetter. Und allein der Umstand, dass Schulferien auf Jahre vorab geplant sind, ist dabei kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen. Ich plädiere dafür, die sogenannten Skiferien nach hinten zu verlegen, wenn mehr Sonne scheint und es wärmer ist. Der Senat muss längerfristig denken und bereits jetzt Reformvorschläge erarbeiten. Der Hamburger Sonderweg muss beendet werden.“