Drohende Einschränkungen bei den Schulbegleitungen stellen Inklusion in Frage

Der Senat plant offenbar massive Umstrukturierungen bei den Schulbegleitungen, die auf massive Kürzungen hinauslaufen. Das geht aus einem Schreiben an die Schulleitungen aller Hamburger Gymnasien, Stadtteilschulen und Grundschulen hervor, das der Linksfraktion vorliegt. Demnach soll insbesondere fachlich ausgebildetes Personal ab dem kommenden Schuljahr nur noch in Ausnahmefällen eingesetzt werden. Sie machen derzeit etwa 16 Prozent aller genehmigten Schulbegleitungen aus. Bereits jetzt sind viele Eltern verzweifelt, da trotz Genehmigung keine geeignete Schulbegleitung gefunden werden kann oder erst stark verzögert im Laufe des Schuljahres gefunden wird.

Dazu Sabine Ritter, schulpolitische Sprecherin der Linksfraktion: „Die angekündigten Veränderungen laufen auf massive Kürzungen hinaus – quantitativ wie qualitativ. Der Anspruch eines inklusiven Schulsystems wird durch solche Entscheidungen grundsätzlich in Frage gestellt. Dass insbesondere fachlich ausgebildetes Personal nur noch eine Ausnahmeerscheinung darstellen soll, ist ein echter Skandal. Senatorin Xenija Bekeris und die Schulbehörde müssen allen betroffenen Eltern und Schüler*innen transparent darlegen, was die angekündigten Änderungen für das kommende Schuljahr bedeuten. Wie viele Schulbegleitungen bleiben im kommenden Jahr noch übrig? Wie steht es um die Fachlichkeit in der Schulbegleitung? Was bedeutet dies für die Stadtteilschulen und die allgemeine Schulorganisation? Eine Schriftliche Kleine Anfrage dazu haben wir bereits eingereicht.“