Fernsehturm für alle! Die Linke fordert „Pay What You Can“-Preismodell
Heute wird in der Bürgerschaft über die Nachbewilligung von Finanzmitteln für die denkmalgerechte Sanierung und Wiedereröffnung des Heinrich-Hertz-Turms entschieden werden. Die Linksfraktion fordert in einem Antrag den Senat auf, ein sozial gestaltetes Eintrittspreissystem für die Aussichtsplattform zu prüfen und mit der Betreibergesellschaft zu vereinbaren.
Dazu Marco Hosemann, Sprecher für Denkmalschutz und Tourismus der Fraktion Die Linke in der Bürgerschaft: „Der Heinrich-Hertz-Turm soll nach seiner Wiedereröffnung keine exklusive Aussichtsplattform und Eventfläche werden, sondern ein für alle Menschen zugänglicher Ort. Angesichts der öffentlichen Investitionen in Höhe von 39,7 Millionen Euro, die in den Turm fließen, muss auch die Allgemeinheit davon profitieren – Personen mit wenig Einkommen darf der Zugang nicht durch hohe Eintrittspreise verwehrt bleiben. Vor diesem Hintergrund muss die Gestaltung der Eintrittspreise ausdrücklich sozial ausgestaltet und verbindlich in den vertraglichen Regelungen mit der Betreiberseite verankert werden. Ein Preismodell, das sich für die Aussichtsplattform anbietet, ist ‚Pay What You Can‘ (Bezahl Was Du Kannst), bei dem die Besucher*innen nach ihren finanziellen Möglichkeiten entscheiden, wie viel Eintritt sie bezahlen.“
Dazu Marie Kleinert, kulturpolitische Sprecherin der Linksfraktion: „Der Heinrich-Hertz-Turm soll als öffentlicher Ort der Kultur, Begegnung und Bildung verständlich gestaltet werden. Die Nutzung der Eventfläche sollte Hamburger Kultur-, Theater- und Musikmacher*innen zu günstigen Konditionen ermöglicht werden.“
