Hilfe für benachteiligte Schüler*innen: Produktionsschulen absichern!

Die Zahl der Schulabgänger*innen ohne Schulabschluss, ohne Ausbildungsvertrag und damit auch ohne echte Perspektive auf dem Arbeitsmarkt steigt stetig. Immer mehr Jugendliche gelangen deshalb nach Ende ihrer Schulzeit ins Übergangssystem von Schule in Ausbildung, in dem die sieben Hamburger Produktionsschulen in freier Trägerschaft gerade für Jugendliche ohne Schulabschluss eine zentrale Rolle spielen. Hier können Jugendliche mit fachkompetenter Anleitung erste echte betriebliche Erfahrungen sammeln und ihren Ersten Schulabschluss (ESA) nachholen. Über die Zukunft der Produktionsschulen debattiert am Donnerstag der Schulausschuss. Dabei geht es um eine verlässliche Finanzierung und den Abbau bürokratischer Zugangsbeschränkungen für die Produktionsschulen.

Dazu Sabine Ritter, schulpolitische Sprecherin der Fraktion die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Hamburgs Produktionsschulen leisten einen wichtigen Beitrag für die Integration benachteiligter Jugendlicher in Ausbildung und Beruf. Doch es gibt keine verlässliche Finanzierung für diese Produktionsschulen. Der Zugang vor allem von Jugendlichen nach Klassenstufe 9 wird zudem durch hohe bürokratische Hürden erschwert. Statt die Existenz der Produktionsschulen weiter zu gefährden, muss der Senat alles tun, ihre Arbeit zu stärken und auf eine solide Grundlage zu stellen. Diese jungen Menschen aus benachteiligten Familien müssen eine echte Chance erhalten – sie dürfen nicht durchs Raster fallen.“