Jüdische Union vor dem Aus: Linksfraktion beantragt in der Bürgerschaft Hilfen
Die Jüdische Union leistet in ihrem Kulturzentrum wichtige Kultur- und Sozialarbeit für jüdische Hamburger*innen. Mit ihren Bildungs- und Dialogangeboten wendet sie sich dazu auch erfolgreich an christliche, muslimische und konfessionslose Hamburger*innen und leistet alltagsnahe Arbeit gegen Rassismus und Antisemitismus. Nun droht dem Kulturzentrum das Aus: eine Förderung aus dem Bezirk Nord wurde nicht bewilligt. Mit einem Antrag in der heutigen Bürgerschaftssitzung fordert die Linksfraktion den Senat daher dazu auf, das Angebot der Jüdischen Union finanziell abzusichern – mit 25.000 Euro für 2026 und ab 2027 jährlich mit 66.000 Euro.
Dazu Marco Hosemann, bezirkspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Gerade angesichts des steigenden Antisemitismus ist die Absicherung dieses Safe-Space für jüdische Menschen so wichtig. Das Kulturzentrum der Jüdischen Union ist für den interreligiösen Dialog unverzichtbar. Hier muss Hamburg Haltung zeigen.“
Dazu Wiebke Fuchs, Abgeordnete der Linksfraktion in der Bezirksversammlung Hamburg-Nord: „Nachdem sich die Koalition aus SPD, CDU und FDP im Bezirk Hamburg Nord nicht zu einer Förderung durchringen konnte, sind wir als Linksfraktion Hamburg-Nord sehr froh, dass der Erhalt des Kulturzentrums der Jüdischen Union nun in die Bürgerschaft getragen wird. Wir erhoffen uns hier eine Unterstützung.“
