Kiezkante: St. Pauli Code mit Spatenstich beerdigt
Heute haben Vertreter*innen des Senats, des Bezirksamts, der SAGA und des Investors Quantum den ersten Spatenstich für die Bebauung des Grundstück der ehemaligen Esso-Häuser vorgenommen. Nach der Übernahme des Projekts von der Bayerischen Hausbau wurde nicht nur der Name von Paloma-Viertel in Kiezkante geändert, sondern auch Ergebnisse aus dem vorbildlichen Beteiligungsprozess wie ein öffentlicher Stadtbalkon, Skateanlage, Kletterwand und Räume für die Nachbarschaft ersatzlos gestrichen.
Dazu Marco Hosemann, stadtentwicklungspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Mit dem heutigen Spatenstich wird der St. Pauli Code endgültig beerdigt. Es ist total schade um das viele Geld, die Zeit und vor allem das Herzblut, die in das Beteiligungsverfahren der PlanBude geflossen sind. Statt des vorbildlichen Quartiers mit Begegnungsräumen entsteht nun ein seelenloses Stück Stadt. Das Paloma-Viertel ist nicht an hohen Ansprüchen aus dem Stadtteil oder gestiegenen Baukosten gescheitert, sondern an einer Politik, die Interessen der Allgemeinheit den Profitinteressen von Investoren unterordnet. Den neuen Namen ‚Kiezkante‘ finde ich da folgerichtig. Wenn das neue Quartier reden könnte, würde es sagen: ‚Hey, Du kommst hier nicht rein!‘“
