Kita-Prüfverfahren: Stimmt die bereitgestellte Qualität?

Die Fraktion DIE LINKE begrüßt, dass es jetzt ein mit den Kita-Trägern abgestimmtes anlassunabhängiges Prüfverfahren für die Kindertageseinrichtungen gibt. Mehmet Yildiz, Fachsprecher für Kinder und Sport: „Das jetzt mit den Kita-Trägern ausgehandelte anlassunabhängige Prüfverfahren für die Kitas unterstütze ich. Es war ein langer Weg von rund zehn Jahren. Schon seit der letzten Wahlperiode habe ich darauf hingewiesen, dass vor dem Hintergrund der Privatisierung in Form des Kita-Gutscheinsystems so ein Prüfverfahren nur einvernehmlich mit den Kita-Trägern auf den Weg gebracht werden kann. Damit wurden auch gerichtliche Auseinandersetzungen vermieden, die im Raum standen. Die Mehrheit der Kita-Träger hat schon seit langer Zeit eigene Zertifizierungsverfahren zur Überprüfung der Qualität ihrer Arbeit entwickelt und zahlt dafür. Deswegen ist es richtig, dass die Behörde die neu entstehenden Kosten trägt.“

Gleichzeitig weist Yildiz darauf hin, dass in vielen Fällen immer noch der Mangel an Kita-Qualität geprüft wird. Das gilt insbesondere für die Personalstandards, bei denen Ausfallzeiten und mittelbare pädagogische Arbeit wie Elterngespräche, Vor- und Nachbereitungszeiten oder Teamsitzungen, Fortbildung und Supervision nicht berücksichtigt sind. „Hierfür müssen die Personalmindestmengen im Landesrahmenvertrag angehoben werden“, sagt Yildiz.