Aktionstag gegen Kürzungen an Hamburgs Hochschulen: Gute Lehre und gute Arbeitsbedingungen für alle!

Am morgigen bundesweiten Hochschulaktionstag ruft ein breites Bündnis von Akteur*innen verschiedener Hamburger Hochschulen zum Protest gegen die Sparmaßnahmen auf. Pauschale Kürzungen von 4,5 Prozent über sämtliche Bereiche der Universität hinweg sorgen bereits jetzt für spürbare Verschlechterungen für Studierende und Beschäftigte. Zudem ist der überfällige Tarifvertrag für die studentischen Beschäftigten in den aktuellen Verhandlungen noch immer außer Sichtweite.

Dazu Sabine Ritter, wissenschaftspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Krass gekürzte Öffnungszeiten in den Fachbibliotheken, nicht-nachbesetzte Stellen, Kettenbefristungen, ein zusammengestrichenes Angebot an Tutorien, Lehrveranstaltungen oder gar – wie in der Erziehungswissenschaft – eines ganzen Schwerpunkts sind Ergebnis des brutalen Sparzwangs an den Hochschulen. Zu leiden haben die Studierenden und die Beschäftigten in der Lehre und in den unterstützenden Strukturen. Das alles muss Senatorin Blumenthal sehr ernst nehmen und Bedingungen für exzellente Studiengänge schaffen. Und auch die Lage der studentisch Beschäftigten an der Universität ist weiterhin prekär. Sie haben in Hamburg weder einen Tarifvertrag noch eine Arbeitnehmer*innenvertretung. Daher unterstützen wir die studentischen Proteste von ganzem Herzen. Eine solide Grundausstattung, Dauerstellen für Daueraufgaben und auch ein Tarifvertrag für die studentisch Beschäftigten sind doch wohl das Mindeste. In den laufenden Tarifverhandlungen der Länder muss Senator Dressel endlich beginnen, sich für die Belange der studentisch Beschäftigten einzusetzen. Das kann nur ihre Aufnahme in den Tarifvertrag der Länder sicherstellen. Eingeschränkte Hilfskonstruktionen wie die schuldrechtliche Verschreibung dürfen nicht zur Dauerlösung verkommen.“