Nach Aus für KulturPass auf Bundesebene: Linke fordert Fortsetzung in Hamburg

Seit 2023 gibt es den KulturPass: Junge Menschen, die gerade 18 Jahre alt geworden sind, erhalten dadurch ein Budget, das sie beispielsweise für Theater-, Kino- und Konzertbesuche oder für den Kauf von Büchern nutzen können. Nun wird das Projekt, das bislang etwa 330.000 Mal genutzt wurde, unter dem neuen Kulturstaatsminister Wolfram Weimer beendet. Einer der Gründe: Der Bundesrechnungshof hält den KulturPass für verfassungsrechtlich fragwürdig, da Kulturpolitik Ländersache sei.
Die Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft fordert nun in einem Antrag, den KulturPass auf Landesebene fortzuführen. Marie Kleinert, kulturpolitische Sprecherin der Linksfraktion: „Die Weiterführung des KulturPasses in Hamburg würde vor allem denjenigen Jugendlichen zugutekommen, die sonst aufgrund finanzieller Hürden nicht ohne Weiteres am Kulturleben teilnehmen können.“
Bereits im kommenden Jahr könnte der KulturPass in Hamburg etwa 16.700 Jugendlichen, die dann 18 Jahre alt werden, erreichen und ihnen die Möglichkeit bieten, neue kulturelle Erlebnisse und Zugänge zu entdecken. Kleinert: „Gerade die freie Wahl des KulturPasses motiviert junge Erwachsene, neue Interessen eigenständig zu entdecken und sich aktiv ins kulturelle Leben einzubringen.“