Proteste gegen das Kaputtsparen von Hamburgs Hochschulen: Wann reagiert der Senat endlich?

An diesem Donnerstag kommt es an der Universität Hamburg erneut zu Protesten gegen die Kürzungspolitik des Senats. Zu der Demonstration am Uni-Hauptgebäude an der Edmund-Siemers-Allee ruft ein breites Bündnis von ASten, Studierenden und Beschäftigten der Universität und weiterer Hamburger Hochschulen auf. Sie fordern einen Stopp der laufenden und geplanten Kürzungen und darüber hinaus eine ausreichende Ausfinanzierung aller staatlichen Hochschulen in Hamburg.

Sabine Ritter, wissenschaftspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke in der
Hamburgischen Bürgerschaft: „Schon jetzt fehlt es an Hamburgs Hochschulen an allen Ecken und Enden an Geld und Personal. Stellen sind nicht besetzt und werden einfach freigelassen, Öffnungszeiten von Bibliotheken werden eingeschränkt, nicht einmal die Refinanzierung der Tariferhöhungen ist finanziell gedeckt. Die Beschäftigten in Forschung, Lehre, Verwaltung und Technik leiden unter dramatischer Überlast. Die Zahl der Studienplätze droht massiv gesenkt zu werden, ganze Studiengänge stehen vor dem Aus. Ich frage mich: Was muss eigentlich noch passieren, bis die Senatorin den Ernst der Lage an Hamburgs Hochschulen erkennt? Ihr bisheriges Nicht-Handeln geschieht auf dem Rücken von Studierenden und Beschäftigten und schädigt den Wissenschaftsstandort Hamburg. Ich begrüße die Proteste
gegen dieses verantwortungslose Wegschauen und werde mich ihnen anschließen.“

Die Demonstration beginnt am Donnerstag, 11.06. um 14 Uhr vor dem Hauptgebäude der
Universität Hamburg an der Edmund-Siemers-Allee (S-Bahnhof Dammtor).