Schneckentempo bei IT: Massive Wartezeiten lähmen Behörden
„Techniker*in ist informiert…“ Eine Anfrage der Linksfraktion über IT-Probleme bringt ans Licht, wie groß die Not in Hamburgs Behörden ist. Allein im Jahr 2025 ergaben sich bei der Innenbehörde, Finanzbehörde und Sozialbehörde insgesamt fast 1000 Fälle einfacher IT-Störungen (Kategorie 3). Und dabei mussten die Sachbearbeiter*innen der Innenbehörde im Schnitt über 83,87 Stunden – also mehr als drei volle Arbeitstage – auf die Behebung solcher vermeintlich minimalen Probleme warten. In der Finanzbehörde dauerte es durchschnittlich knapp 60 Stunden. Zu den einfachen IT-Störungen der Kategorie 3 gehören typischerweise leichte Netzwerkprobleme, Anwender*innenprobleme und Hardware-Störungen, die den Arbeitsfluss massiv behindern und Prozesse verlangsamt. Noch brisanter ist die Lage bei schweren Störungen (Kategorie 2), die ganze Abteilungen oder zentrale Geschäftsfunktionen einschränken. Im Jahr 2025 gab es in den drei Behörden insgesamt 23 Fälle. Und auch hier fällt die lange Bearbeitungszeit auf: Bei der Finanzbehörde dauerte die Entstörung im Schnitt unzumutbare 48,46 Stunden.
Dazu Xenija Melnik, Fachsprecherin für Behörden der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Die technische Infrastruktur bei den Behörden ist eine Baustelle. Während der Dienstleister Dataport verzweifelt darauf achtet, dass kein Totalausfall auftritt, fallen ‚kleinere‘ Probleme, die den Arbeitsalltag negativ beeinflussen, oft einfach unter den Tisch! Das sorgt für lange Wartezeiten, Frust in der Belegschaft und schadet der Effizienz in unseren Ämtern und Behörden. Die Hamburger Behörden dürfen durch den technischen Fortschritt doch nicht noch ausgebremst werden – der Senat muss darf dieses Problem nicht länger ignorieren, muss in Absprache mit Dataport Lösungen finden – mehr Personal, bessere Logistik. Die Mitarbeiter*innen in den Behörden haben doch wirklich Wichtigeres zu tun, als stundenlang auf schwarze Bildschirme zu starren!“
