Mehr Geld fürs Studierendenwerk, mehr Wohnraum für Studis!

  • 25. September 2018

Regelmäßig zu Semesterbeginn müssen viele neue Studierende in Hamburg auf Sofas bei Bekannten campieren oder zur Zwischenmiete wohnen. Denn seit Jahren sind Wohnungen und Wohnheimplätze Mangelware – und teuer noch dazu: In der Hansestadt bezahlen Studis für Wohnen im Schnitt 374 Euro pro Monat, nur in München ist es noch um einen Euro teurer. Die Fraktion DIE LINKE fordert daher in der morgigen Sitzung der Hamburgischen Bürgerschaft den Ausbau der Kapazitäten, damit zumindest zehn Prozent der Studierenden einen Platz finden und somit wenigstens der bundesweite Durchschnitt erreicht wird.

„Bildung ist ein Menschenrecht und wer studieren will, sollte das auch unabhängig von seiner Finanzlage tun können“, begründet den Antrag (Drs. 21/14332) Martin Dolzer, der wissenschaftspolitische Sprecher der Fraktion. „Eine Stadt, die Wissenschaftsmetropole werden will, muss auch die besonderen Bedürfnisse von Studierenden berücksichtigen. Das Studierendenwerk leistet dazu trotz eklatanter Unterfinanzierung mit seinen für Hamburger Verhältnissen günstigen Wohnraumangeboten einen wichtigen Beitrag. Um die Situation zu verbessern, muss es weit besser durch den Haushalt der Hansestadt finanziert werden, als das bisher der Fall ist.“ 

Weil die BAföG-Wohnkostenpauschale mit 250 Euro deutlich unter dem realen Bedarf liegt fordert die Fraktion den Senat außerdem auf, sich auf Bundesebene für ihre Anpassung an die realen Wohnkosten einzusetzen. Zudem solle die Ausbildungsförderung insgesamt als elternunabhängiger, rückzahlungsfreier Vollzuschuss gewährt werden, so Dolzer.