Wortbruch bei SPD und Grünen: Kauft die Stadt sich in den Elbtower ein?

Nach einem Medienbericht will die Stadt sich an der Fertigstellung des Elbtowers beteiligen – damit ist nun amtlich, dass SPD und Grüne ihr Wort brechen wollen, keinen Cent Steuergelder in die Bauruine zu stecken. Nach dem Bericht will der Senat den Elbtower vom Investor Dieter Becken fertigbauen lassen und Becken dann 60.000 Quadratmeter zur Unterbringung des Naturkundemuseum abkaufen. Die Höhe der Kosten ist ebenso offen wie Folgekosten für den Ausbau. Am kommenden Dienstag steht der Elbtower auf der Tagesordnung des Haushaltsausschusses – bis dahin wird der Senat womöglich Auskunft geben.

Dazu Marco Hosemann, stadtentwicklungspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Mit ihrer Entscheidung, einen windigen Spekulanten wie René Benko das Gebäude bauen zu lassen, haben SPD und Grüne schon genug Schaden für unsere Stadt angerichtet. Was sie aber offenbar nicht daran hindert, sich jetzt schon wieder der privaten Immobilienwirtschaft als Handlanger anzudienen. Es gibt keinen vernünftigen Grund, Flächen im Elbtower für das Naturkundemuseum zu kaufen! So ein Haus plant man um Sammlung und Exponate herum und quetscht die nicht in ein gescheitertes Spekulationsobjekt. Zudem begibt sich die Stadt hier schon wieder in die Abhängigkeit eines privaten Eigentümers mit allen Risiken hinsichtlich möglicher Kostensteigerungen beim Bau oder unterlassener Instandhaltung der anderen Gebäudeteile.“