Zur Aufsichtsratssitzung der HSH-Nordbank

  • 21. Oktober 2009

Gestern tagte der Aufsichtsrat der HSH-Nordbank unter Leitung von Hilmar Kopper. Unter anderem wurde vorab eine Passage zum erteilten Freshfield Gutachten zitiert sowie zwei neue Vorstandsmitglieder bestellt, nämlich Dr. Martin van Gemmeren sowie Constantin von Oesterreich. Dr.van Gemmeren war bereits im Hause der HSH-Nordbank tätig, zuständig für den Bereich Abbaubank, Herr von Oesterreich kommt von der Deutschen Bank, dort zuständig für den Bereich Kreditrisikomanagement Immobilien außerhalb Amerika.

Dazu Dr. Joachim Bischoff, finanzpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Hamburger Bürgerschaft:

Nach einem Neuanfang oder Neustart sieht das Ganze nicht aus. Auf das Ergebnis des bereits im April beauftragten Freshfield-„Gutachten“ kann man gespannt sein. Dass ein unabhängiges Anwaltsbüro und Wirtschaftsprüfungsunternehmen mündlich eine vollständige Entlastung im Hinblick auf die Kreislaufgeschäfte (Omega) und die Beteiligung von Herrn Nonnenmacher erteilt haben soll, ist angesichts der vielfältigen Veröffentlichungen zu diesem Thema einigermaßen erstaunlich. Ein Beitrag zur Aufklärung der kritischen Nachfragen zur Geschäftspolitik im Kreditersatzgeschäft ist aus der Sitzung des Aufsichtsrates nicht herausgekommen. Gleichermaßen im Unbestimmten bleibt auch die aktuelle Geschäftsentwicklung angesichts einer Schifffahrtskrise von historisch einmaliger Dimension. Angesichts solch defensiver Öffentlichkeitspolitik wird die HSH Nordbank weiterhin reichlich kritische Begleitung erhalten.“