Abwicklung der Schulbegleitung stoppen! Linke bringt Kürzungspläne in die Bürgerschaft

In der morgigen Sitzung der Bürgerschaft beantragt die Linksfraktion, die massiven Kürzungspläne in der Schulbegleitung sofort zu stoppen. Der Hintergrund: Vor wenigen Wochen gelangte ein Schreiben der Behörde an die Schulleitungen in die Öffentlichkeit, das massive Kürzungspläne zum kommenden Schuljahr ankündigte. Bis heute sind seitens der Behörde keine angemessenen Informationen an Eltern oder an die Anbieter von Schulbegleitungen erfolgt. Viele Eltern haben erst über Umwege und Gerüchte kurz vor den Sommerferien davon erfahren, dass die Schulbegleitungen für ihre Kinder gekürzt werden oder ganz zur Disposition stehen.

Dazu Sabine Ritter, schulpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Die Kürzungsorgie von Senatorin Bekeris hat katastrophale Auswirkungen auf die Schulbegleitungen. Eltern und Kinder werden mit der Ungewissheit in die Sommerferien entlassen, wie und ob überhaupt eine gute Beschulung ihrer Kinder im kommenden Schuljahr ermöglicht werden kann. Viele Träger von Schulbegleitungen müssen Kündigungen in teils dreistelliger Zahl aussprechen, da künftig fachlich ausgebildetes Personal nur noch eine Ausnahme bilden soll. So kann man mit den Eltern, mit Kindern und Beschäftigten nicht umspringen! Nicht einmal die Elternkammer wurde in den Prozess einbezogen. Das ist kaltschnäuzige Arroganz und an Verantwortungslosigkeit schwer zu überbieten. Wir beantragen, die Kürzungspläne sofort zu stoppen. Der Senat muss sich den Betroffenen stellen und darf nicht die Axt an dieses wichtige Instrument schulischer Inklusion anlegen. Verzweiflung und Unmut über den Senat sind groß. Der Protest wächst! Ich begrüße es sehr, dass am morgigen Mittwoch eine Demonstration gegen diese Kürzungen stattfinden wird und dass die entsprechende Petition bereits mehr als 20.000 Unterschriften hat.“