Bahnhof Diebsteich: Ist 2029 nicht mal das Provisorium fertig?
Obwohl die Eröffnung des neuen Fern- und Regionalbahnhof Hamburg-Altona im Jahr 2029 erfolgen soll, fehlt der Bahnhof in dem Anfang Oktober veröffentlichten Infraplan der DB, aus dem hervorgeht, welche Maßnahmen in den kommenden fünf Jahren durch die DB InfraGO AG umzusetzen sind, welche in Vorbereitung sind oder perspektivisch in die Umsetzung gehen könnten. In der Antwort auf eine aktuelle Anfrage der Linksfraktion bestätigt der Senat, der Infraplan „bildet vor allem Maßnahmen ab, für die bei Erstellung belastbare Angaben zum Inbetriebnahmedatum bis 2030 und eine gesicherte Finanzierung vorlagen.“ Da die Kosten der Bahnhofsverlegung nicht allein über Mittel aus der Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung (LuFV) abgedeckt sind, fehlen also noch Gelder.
Dazu Heike Sudmann, verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Die vom Senat unterstützte Verlagerung des Fern- und Regionalbahnhofs Altona zum Diebsteich entwickelt sich immer mehr zum Trauerspiel. Selbst für den provisorischen Bahnhof mit Containern statt Empfangsgebäude wurde das Eröffnungsdatum immer wieder verschoben. Und bis heute scheint die Finanzierung nicht gesichert zu sein. Auch die Verlegung der Autoreisezuganlage hinkt dem Zeitplan hinterher. Es ist mir ein Rätsel, weshalb der Senat sich das in aller Seelenruhe anguckt und nicht endlich den Stopp dieser Posse fordert. Die beste Lösung für den Bahnverkehr und für Hamburg bleibt die Sanierung des bestehenden Bahnhofs Altona.“
