BöllerCiao: Linksfraktion für Verkaufsstopp privater Feuerwerke

Einen Abschied von privaten Feuerwerken beantragt die Linksfraktion in der nächsten Sitzung der Hamburgischen Bürgerschaft unter dem Titel „BöllerCiao“. Der Senat soll sich auf Bundesebene für ein Verbot des Verkaufs an Privatpersonen einsetzen und bis dahin die Verbotszonen deutlich ausdehnen – so, wie das an der Binnenalster bereits geschehen ist. Die Niederlande haben den Schritt des Böllerverbots ab diesem Jahrwechsel bereits durchgesetzt.

Dazu Stephan Jersch, umweltpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Ein paar Minuten Knallspaß stehen in keinem Verhältnis zu Tausenden Verletzten, der enormen Feinstaubbelastung und all den Tieren in Todesangst. Die Mehrheit der Bundesbürger*innen lehnt die jährliche Pulverisierung von zuletzt knapp 200 Millionen Euro mittlerweile ab. Schon heute bestehen Verbote für Feuerwerk rund um Krankenhäuser, feuergefährdete Gebäude, Bahnhöfe und die Binnenalster. Gleichzeitig wird immer öfter auch während des Jahres illegal geböllert – zwei verletzte Kinder gerade in dieser Woche in Neuallermöhe bestätigen diesen gefährlichen Trend. Mit klaren Regeln und dem Angebot alternativer Programme wie ‚stilles Feuerwerk‘ und Drohnenshows kann Hamburg etwas für Menschen, Tiere und die Umwelt leisten.“