„Brennpunktschulen“: Die Hütte brennt, der Senator löscht nicht

  • 24. Oktober 2019

Der Schulsenator will fünf so genannte Brennpunktschulen mit 300.000 Euro aus Landesmittel fördern, weitere 300.000 Euro für begleitende Forschung erhalten sie aus Bundesmitteln. „Ich begrüße jeden zusätzlichen Cent für Bildung, aber diese Maßnahmen des Senats sind angesichts der herrschenden Probleme an den Schulen mehr als unzureichend“, erklärt Sabine Boeddinghaus, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Die Hütte brennt, aber der Senator löscht nicht: Um den Problemen an diesen Schulen angemessen zu begegnen, bräuchten wir dringend eine neue Erhebung über die Sozialindizes, an die Hamburg erhöhte Mittelzuweisungen koppelt.“ Die vom Senat genutzten KESS-Faktoren seien zum einen nur bedingt aussagekräftig, zum anderen seit sechs Jahren nicht mehr aktualisiert worden.

„Gerade belastete Schulen brauchen neben zusätzlichen Ressourcen strukturelle Entlastungen, die Lehrkräfte dort brauchen Entlastung in ihrer Arbeitszeit für die vielfachen sozialen Aufgaben und der Senat muss mehr tun, damit gerade dort keine Lehrer_innenstelle unbesetzt bleibt“, fordert Boeddinghaus. „Rabe muss seine pädagogischen Hausaufgaben machen, damit er auf korrekten Kurs kommt. Einzelne Leuchtturmprojekte und ansonsten allgemeine Mangelbewirtschaftung sind der falsche Weg.“