Bündnis für das Wohnen: Viel zu wenig günstige Wohnungen
Heute haben Hamburgs Senat und die Wohnungswirtschaft eine Bilanz sowie die neue Vereinbarung für das „Bündnis für das Wohnen“ vorgestellt. Seit dem Beginn des Bündnisses wurden demnach 110.000 Wohnungen gebaut – davon nur 30.000 geförderte Wohnungen, was weit unter dem versprochenen Drittelanteil liegt. Für die Förderung von Eigentumswohnungen wird es zukünftig möglich sein, 35 Prozent der öffentlichen Grundstücksflächen von großen Neubaugebieten zu verkaufen, statt sie im Erbbaurecht zu vergeben (siehe Senatsdrucksache 23/2969, S. 2 oben). Die Zielzahl von 10.000 genehmigten Wohnungen jährlich wird zwar fortgeschrieben, aber von den Bündnispartner*innen gleichzeitig unrealistisch genannt.
Dazu Heike Sudmann, wohnungspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Die vermeintliche Erfolgsbilanz des Bündnisses versagt bei den Sozialwohnungen, also gerade bei den besonders dringend benötigten günstigen Wohnungen. Statt dem versprochenen Drittel der Neubauwohnungen wurden mit 30.000 geförderten Wohnungen in fünfzehn Jahren gerade mal 27 Prozent erreicht. Dass nun in großen Neubaugebieten für den Bau von Eigentumswohnungen 35 Prozent der öffentlichen Grundstücksfläche verkauft werden können, hilft all den Hamburger*innen nicht, die eine günstige Wohnung suchen. Dafür hilft das ‚Bündnis für das Wohnen‘ jenem Teil der Wohnungswirtschaft, der den lukrativen teuren Wohnungsbau betreibt.“
