Büros zu Wohnraum umwandeln: Kataster für Gewerbeflächen einführen, Leerstand besteuern!

Angesichts des steigenden Büroflächenleerstands fordert die Linksfraktion mit einem Antrag in der Bürgerschaft die Einführung eines verbindlichen Leerstandskatasters für Gewerbeflächen und eine Leerstandssteuer. Aktuell stehen rund 1,1 Millionen Quadratmeter Bürofläche in Hamburg leer (Stand: 1. Quartal 2026).

Dazu Marco Hosemann, stadtentwicklungspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Während es an bezahlbarem Wohnraum mangelt, stehen in Hamburg viele Büroflächen leer. Dieser Leerstand ist das Ergebnis von Spekulation und einer Stadtentwicklung, die sich vor allem an Profiinteressen und nicht am Bedarf und Gemeinwohl in unserer Stadt orientiert. So wie es bei Wohnraum in Hamburg läuft, muss es auch eine gesetzliche Meldepflicht für Gewerbeflächen geben, die länger als sechs Monate leer stehen. Mit einem Leerstandskataster für Gewerbeflächen können dann Potenziale für die Zwischen- und Umnutzung von Büroflächen zu Wohnraum oder für soziale Nutzungen sichtbar gemacht werden. Mit einer Leerstandssteuer für solche Gewerbeflächen würde ein Anreiz geschaffen werden, sie wieder zu nutzen und es würden nicht mehr so viel Büroflächen in unserer Stadt am Bedarf vorbei gebaut. Würde Hamburg eine Besteuerung einführen, wie es sie etwa in Paris bereits gibt, könnten damit bei dem aktuellen Büroleerstand in Hamburg rund 30 Millionen Euro jährlich zusätzlich der Stadtkasse zugutekommen.“