Demo: Die verantwortungslose Kürzung der Honorare für Psychotherapie muss gestoppt werden
Die Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft ruft zur Teilnahme am bundesweiten Protesttag am 15. April 2026 von 13 bis 16 Uhr auf dem Rathausmarkt auf. Hintergrund sind geplante Honorarkürzungen sowie drohende weitere Einschränkungen in der psychotherapeutischen Versorgung. Sie gefährden die Qualität und den Zugang zu dringend benötigten Behandlungsangeboten, kritisiert Die Linke. Angesichts steigender psychischer Belastungen in der Bevölkerung ist es notwendig, den Zugang zu Therapieplätzen zu verbessern anstatt ihn durch pauschale Kürzungen einzuschränken.
Deniz Celik, gesundheitspolitischer Sprecher der Linksfraktion: „Wir stehen solidarisch an der Seite der Patient*innen und der Psychotherapeut*innen, deren Honorare gekürzt werden. Gerade in einkommensschwachen Stadtteilen ist die Versorgungssituation schon jetzt kritisch. Immer mehr Menschen erkranken psychisch und sind mit oft sehr langen Wartezeiten konfrontiert. Durch die Honorarkürzungen werden gesetzlich Versicherte noch länger warten müssen, weil Privatversicherte dann noch mehr vorgezogen werden. Das wird die Zweiklassen-Medizin weiter zementieren. Auch vor diesem Hintergrund sind Honorarkürzungen einfach nur verantwortungslos.“
Ricardo Bolaños González, Psychotherapeut in Ausbildung und Abgeordneter der Fraktion Die Linke in der Bezirksversammlung Altona: „Psychotherapie ist kein Luxus, sondern ein unverzichtbarer Bestandteil der öffentlichen Gesundheitsversorgung. Honorarkürzungen verschärfen die ohnehin angespannte Lage und treffen vor allem die Patient*innen. Das ist gesundheitspolitisch kurzsichtig und sozial unverantwortlich. Solange die Weiterbildungsreform nicht ausreichend finanziert ist, bleiben viele angehende Psychotherapeut*innen in schlecht bezahlten und unsicheren Ausbildungsbedingungen – das gefährdet die Zukunft der Versorgung.“
