Förderung privater Schulen: „Die CDU vergaloppiert sich“

DIE LINKE lehnt den Vorstoß der CDU strikt ab, en passant die staatlichen Zuschüsse für die Schulen in freier Trägerschaft zu erhöhen. „Sie sind ausreichend, jeder Träger kennt die Rahmenbedingungen, wenn er eine Schule gründet“, erklärt dazu Sabine Boeddinghaus, schulpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Mehr Geld für Schulen in privater Trägerschaft würde den staatlichen Schulen fehlen – das will hoffentlich auch die CDU nicht. Die Union will jede noch so ungeeignete Möglichkeit nutzen, um sich zu profilieren. Mit ihrem substanzlosen Angriff auf den Schulsenator vergaloppiert sie sich aber: Er wird ins Leere laufen, weil die Hauptverantwortung eindeutig beim (Miss-)Management des Erzbistums liegt. So nehme ich übrigens auch die Reaktionen aus den betroffenen Schulen wahr.“

Die katholische Kirche müsse für sich klären, ob ihr Kommunikationsstil mit der zuständigen Behörde wie auch den betroffenen Schulgemeinschaften nicht ausbaufähig sei und ob eine Bildungseinrichtung unter rein betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten betreiben werden könne. „Von der Behörde erwarte ich regionale runde Tische in den betroffenen Bezirken, um zum Wohle aller Kinder einen passenden Schulplatz sicherzustellen und zu eruieren, ob womöglich neue Standorte gegründet werden müssen“, so Boeddinghaus. „Hier muss in der Tat vorausschauend gehandelt werden, in Zusammenarbeit mit allen Beteiligten. Da könnte die BSB nun mit leuchtendem Beispiel vorangehen!“