Gemeinsam gegen den Hass: Linke in Trauer über Opfer des Angriffs auf Berliner CSD

In Berlin gab es am Samstag Abend einen tödlichen Angriff auf den CSD – genau eine Woche vor der Hamburger Christopher Street Day-Demo.

Dazu Carola Ensslen, queerpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Ich bin entsetzt über diesen Angriff auf den Berliner CSD – begangen nach aktuellen Informationen von einem islamistischen Attentäter. Den Angehörigen und Freund*innen der getöteten Person gilt unser Beileid, meine Gedanken sind aber auch bei der Vielzahl an Verletzten und Betroffenen vor Ort sowie bei all den queeren Menschen, die nun in noch größerer Sorge um die eigene Sicherheit sind. Hass wirkt zersetzend – ganz egal, von wo er kommt. Dieser Hass darf uns aber nicht auseinanderbringen: Wir stehen gemeinsam gegen die Angriffe aller Feinde einer freien Gesellschaft. Eine Woche vor dem Hamburger CSD muss nun nochmal ein besonderes Augenmerk auf die Sicherheit gelegt werden. Schon viel zu lange leben queere Menschen wieder in Angst, werden verfolgt und bedroht. Hamburgs Prideweek, das Straßenfest und die Demo am Wochenende müssen allen Teilnehmenden geschützt die Möglichkeit geben, der Opfer von Berlin zu gedenken genau wie aller Opfer von queer-feindlicher Gewalt. Wir müssen zusammenstehen für eine Gesellschaft, in der ich lieben darf, wen ich will und in welchem Geschlecht ich will.“

Dazu Anny Bents, Co-Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft Queer des Landesverbandes Die Linke Hamburg: „Unsere Antwort auf den Angriff auf den Berliner CSD lautet: Jetzt erst Recht! Seit Jahren steigen die Straftaten und die Gewalttaten gegen Queers an. Doch jeder Angriff auf queeres Leben muss konsequent verfolgt werden. Wir lassen uns nicht einschüchtern von Anfeindungen und Gewalt – sei es aus islamistischen oder aus rechtsextremen Gründen. Wir müssen den Hass beim Namen nennen, ohne aber ganze Gemeinschaften unter Verdacht zu stellen.“