Hamburg als Hotspot: Schutzmaßnahmen sind weiterhin notwendig

  • 29. März 2022

Im Konflikt um die zukünftige Bekämpfung der Corona-Pandemie plant Hamburgs Senat eine Hotspot-Regelung, um bestimmte Einschränkungen beibehalten zu können. Dazu Deniz Celik, gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Wir werden dem rot-grünen Antrag zur Hotspot-Regelung zustimmen. Diese Regelung ist angesichts stark steigender Infektionszahlen vernünftig und notwendig. Nicht die Zahl der Intensivpatient:innen allein ist entscheidend, sondern wir müssen auf die Zahl der Pflegekräfte schauen: Immer mehr sind in Quarantäne bzw. Isolation. Und die Pflegekräfte, die noch im Dienst sind, müssen aktuell immer mehr Corona-positive, zu isolierende und damit arbeitsaufwendige Patient:innen pflegen. Bereits vor der Pandemie waren die Pflegekräfte aufgrund des Pflegenotstands überlastet und arbeiten seit Beginn der Pandemie im Ausnahmezustand. Der chronische Personalmangel gefährdet Pflegekräfte, Patient:innen und die Versorgungssicherheit. Daher brauchen wir Schutzmaßnahmen, damit die Zahl der infizierten Krankenhauspatient:innen und der infizierten Krankenhausbeschäftigten nicht noch weiter steigt. Gleichzeitig muss Senat nach Jahren der Untätigkeit endlich den Pflegenotstand angehen und bessere Arbeitsbedingungen sowie bessere Personalausstattung in den Hamburger Krankenhäusern sicherstellen, um die Pflege dauerhaft und nachhaltig zu entlasten“.