Hitzeschutz: Linksfraktion fordert mehr Refill-Stationen in Hamburg

Hamburg erlebt seine erste Hitzewelle des Jahres. Die Linksfraktion Hamburg fordert daher, Refill-Stationen in öffentlichen Gebäuden deutlich auszuweiten. Ein entsprechender Antrag kommt am 1. Juli in die Bürgerschaft. Behörden, Bezirksämter, landeseigene Unternehmen und öffentliche Einrichtungen wie Bibliotheken, Museen und Theater sollen verstärkt kostenlos Leitungswasser zum Auffüllen individuell mitgebrachter Flaschen anbieten. Eine aktuelle Anfrage der Linksfraktion zeigt: Die Teilnahme öffentlicher Einrichtungen am Refill-Programm ist grundsätzlich kostenlos, jedoch ganz schwach verbreitet: Nur drei von sieben Bezirksämtern und lediglich zwei Bücherhallen bieten Refill-Stationen.

Dazu Deniz Çelik, seniorenpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Die aktuelle Hitzewelle zeigt: Der Klimawandel erreicht unsere Stadt schneller als Hamburg beim Ausbau der Trinkwasserbrunnen. Gerade ältere Menschen sind durch Hitze besonders gefährdet. Wer unterwegs ist, einkauft, zum Arzt geht oder auf Bus und Bahn wartet, braucht unkompliziert Zugang zu Trinkwasser – nicht nur in der Innenstadt. Refill-Stationen in Behörden, Bezirksämtern und öffentlichen Einrichtungen kosten wenig, können schnell umgesetzt werden und sind eine wichtige Ergänzung zu Trinkwasserbrunnen. Daher fordern wir, dass der Senat alle geeigneten öffentlichen Einrichtungen für Refill gewinnt und so schnell mehr Trinkwasserzugänge in ganz Hamburg schafft“.