Hitzewelle: Linke fordert Schutz für obdachlose Menschen
In der heutigen Bürgerschaftssitzung fordert die Linksfraktion in einem Antrag Hitzehilfen für obdachlose Menschen. Diese umfassen Maßnahmen wie beispielsweise eine telefonische Hitze-Hotline, die Ausgabe von Trinkwasser, Sonnencreme und die Bereitstellung zusätzlicher Unterbringungskapazitäten wie in den Wintermonaten.
Dazu Olga Fritzsche, sozialpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Wenn für diese Woche Temperaturen von deutlich über 35 Grad vorhergesagt werden, ist das für viele unangenehm – für obdachlose Menschen kann es lebensgefährlich werden. Während die meisten Hamburger*innen die Möglichkeit haben, sich in kühle Räume zurückzuziehen, sind obdachlose Menschen der Hitze schutzlos ausgeliefert. Obdachlosigkeit ist kein Campingurlaub! Wer kein Dach über dem Kopf hat, keine Rückzugsmöglichkeit, keinen gesicherten Zugang zu Trinkwasser oder Schatten, kämpft in solchen Tagen buchstäblich ums Überleben. Zwar erkennt der Hamburger Hitzeaktionsplan die besondere Gefährdung obdachloser Menschen grundsätzlich an, doch viele der vorgesehenen Maßnahmen setzen auf das freiwillige Engagement von Cafés oder Geschäften. Hitzeschutz ist eine staatliche Pflicht – keine Charity.“
